Heft 7: Individualisierte Medizin – die Grenzen des Machbaren

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Angesichts der bislang begrenzt erfolgreichen Diagnosetest- und Arzneimittel-Innovationen bei den sogenannten „Targeted Therapies“ stellt sich die Frage, ob die großen öffentlichen und privaten Forschungsressourcen, die die Industrie in diesem Feld investiert, richtig eingesetzt sind. Insgesamt ist die zielgerichtete Krebstherapie von wenigen Ausnahmen abgesehen noch Utopie, Patienten werden wie bisher nach dem Verfahren von „Trial and Error“ behandelt.  Vor diesem Hintergrund müssen angemessene Versorgungsstrukturen und -prozesse für den verantwortlichen Einsatz von „Targeted Therapies“ auf verschiedenen Ebenen erst noch geschaffen werden. Die Biomarker-Entwicklung hat sich bisher primär am technisch Möglichen orientiert. Das prospektive Potenzial der stratifizierenden Medizin kann sich aber nur dann entfalten, wenn sich die Forschung am tatsächlichen Versorgungsbedarf einer alternden Gesellschaft orientiert.

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 Heft 7:
April 2013
 Individualisierte Medizin – die Grenzen des Machbaren
 Editorial:Personalisierte Medizin – Chancen, Risiken und offene Fragen
Gudrun Schaich-Walch, Dr.med Jürgen Bausch
 Vortrag 1:Konsequenzen für Krankenkassen und die Patientenversorgung
Dr. med. Dietrich Bühler, Spitzenverband Bund der Krankenkassen, Berlin
 Vortrag 2:Diagnose- und Therapieoptionen in der gynäkologischen Onkologie
Prof. Dr. med. h. c. Manfred Kaufmann. Goethe-Universität, Frankfurt
 Vortrag 3:Implikationen für Planung und Durchführung klinischer Studien?
PD. Dr. med Stefan Lange / Prof. Dr. med. Jürgen Windeler, Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, Köln
 Vortrag 4:Diagnose- und Therapieoptionen in der Onkologie: kritische Analyse und Ausblick
Prof. Dr. med. Wolf-Dieter Ludwig, Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft, Berlin-Buch
 Vortrag 5:Auswirkungen für Pharmaunternehmen mit Blick auf die Onkologie-Forschung?
Dr. med. Clemens Stoffregen, Prof. Dr. med. Axel-Rainer Hanauske, Eli Lilly and Company
 Fazit:Das Forschungskonzept ist plausibel, der Patientennutzen bisher begrenzt
Dr. Florian Staeck

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