Heft 8: Psychische Erkrankungen – Mythen und Fakten

Heft 8: Psychische Erkrankungen – Mythen und FaktenDas Diskurs-Heft des 8. Frankfurter Forums „Psychische Erkrankungen – Mythen und Fakten“ beleuchtet das weite Feld seelischer Erkrankungen aus mehreren Perspektiven. Im ersten Schritt wird versucht, zentrale Begriffsbestimmungen vorzunehmen und Trends aufzuweisen. Hier ergibt sich der auf den ersten Blick widersprüchlich scheinende Befund, dass psychische Erkrankungen als Ursache für Frühverrentungen deutlich zunehmen, daraus aber nicht umstandslos auf eine steigende Prävalenz geschlossen werden kann. Vieles spricht dafür, dass – siehe das Beispiel „Burnout“ – psychische Belastungen größere mediale Aufmerksamkeit finden als früher. Die gewachsene Nachfrage nach professioneller Hilfe hat zugleich Versorgungsengpässe in den Fokus gerückt.

Ein zweiter Schwerpunkt widmet sich psychischen Erkrankungen bei Migranten. Hierbei ist das Gesundheitswesen ein Spiegel der Diversifizierungsprozesse, die die Gesellschaft als ganze prägen. Ein weiterer Beitrag zu dem Themenkomplex zeigt am konkreten Beispiel, wie Hilfestrukturen aussehen können, die Migranten mit psychosozialen Problemen tatsächlich erreichen.

Ein dritter Schwerpunkt beschäftigt sich mit den inhärenten Defiziten des medizinisch dominierten Konzepts der Demenz. Plädiert wird in dem Beitrag dafür, Demenzen als ein Beziehungsgeschehen zu interpretieren. Eine Auffassung, die weitreichende Konsequenzen für Begleitung, Pflege und Betreuung dementer Menschen hat.

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 Heft 8: Psychische Erkrankungen – Mythen und Fakten
 Editorial: Vom Aderlass zum Night-Eating-Syndrom –
fehlt uns das Augenmaß für „Normalität“?
 Vortrag 1: Depression und „Burnout“ – Begriffsbestimmungen und Trends
 Vortrag 2: Menschen mit Migrationshintergrund – wer kümmert sich?
 Vortrag 3: Hilfe bei psychosozialen Problemen für Menschen mit Migrationshintergrund
 Vortrag 4: Erhaltung der Menschenwürde bei Demenzkranken – eine ethische Herausforderung
 Vortrag 5: Auswirkungen für Pharmaunternehmen mit Blick auf die Onkologie-Forschung?
 Fazit: Versorgungsangebote für psychisch Kranke müssen passgenauer werden